Quattro
TechnologieDurchschnittspreis
2000€ - 4500€
Das Quattro-System ist die Handelsbezeichnung für die Allradtechnologie (AWD), die vom deutschen Automobilhersteller Audi entwickelt wurde. 1980 mit dem legendären Audi Quattro Rallyefahrzeug eingeführt, revolutionierte dieses System den Motorsport und das Fahren auf der Straße, indem es die Vorteile einer auf alle vier Räder verteilten Traktion demonstrierte. Das Grundprinzip des Quattro besteht darin, das Motordrehmoment je nach Bodenhaftung variabel auf die Vorder- und Hinterachse zu verteilen. Dies optimiert Traktion, Stabilität und Sicherheit, egal ob auf trockener, nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Technologie weiterentwickelt – von einem rein mechanischen Mitteldifferenzial (wie dem berühmten Torsen) hin zu reaktionsschnelleren und effizienteren elektrohydraulischen oder voll elektronischen Systemen. Heute bezeichnet der Name Quattro kein einzelnes System mehr, sondern eine Familie von Allradtechnologien, die an die Architektur jedes Audi-Modells angepasst sind, von den Kompaktwagen der A3-Reihe über die A8-Limousinen bis hin zur Q-SUV-Palette und den R8-Sportwagen. Er bleibt ein Symbol für Leistung, Sicherheit und technologische Innovation und steht im Herzen der Markenidentität.
Vorteile
- ✓Erhöhte Sicherheit auf glatten Straßen (Regen, Schnee, Eis)
- ✓Verbesserte Traktion und Beschleunigung, insbesondere am Kurvenausgang
- ✓Überlegene Stabilität und Fahrdynamik bei sportlicher Fahrweise
- ✓Vielseitigkeit und Fahrvertrauen bei allen Wetterbedingungen
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Was ist das Quattro-System?
Der Begriff Quattro, der im Italienischen „vier“ bedeutet, ist viel mehr als nur ein Emblem am Kühlergrill eines Audi. Es handelt sich um die ikonische Allradtechnologie der Marke, die entwickelt wurde, um die Sicherheit, die Leistung und die Stabilität des Fahrzeugs zu verbessern. Im Gegensatz zu einem Auto mit Frontantrieb oder Heckantrieb leitet ein mit dem Quattro-System ausgestattetes Fahrzeug die Motorleistung gleichzeitig an alle vier Räder. Diese Drehmomentverteilung sorgt unter allen Bedingungen für eine optimale Traktion und verringert das Risiko des Durchdrehens der Räder sowie des Kontrollverlusts erheblich.
Geschichte und Evolution einer legendären Technologie
Die Geschichte des Quattro beginnt im Jahr 1980, als Audi den Audi Quattro auf dem Genfer Auto-Salon vorstellt. Dieser Sportwagen mit permanentem Allradantrieb wird kurz darauf die Rallye-Weltmeisterschaft dominieren und der ganzen Welt die überlegene Effizienz des Allradantriebs auf jedem Terrain beweisen. Das Herzstück des ursprünglichen Systems war ein Torsen-Zentraldifferential (steht für Torque Sensing), ein mechanisches Meisterwerk, das in der Lage war, das Drehmoment ohne jeden elektronischen Eingriff automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse aufzuteilen, je nach verfügbarer Bodenhaftung.
Seitdem hat sich die Technologie kontinuierlich weiterentwickelt:
Quattro mit Torsen-/Kronenraddifferential: Dieses System wird nach wie vor bei Modellen mit Längsmotor (A4, A6, A8, Q7 usw.) eingesetzt und ist ein permanenter Allradantrieb, der typischerweise eine Grundverteilung von 40 % an der Vorderachse und 60 % an der Hinterachse für ein heckbetontes Fahrverhalten bietet, sich jedoch augenblicklich anpassen kann.
Quattro für Quermotoren: Bei Modellen wie dem A3, dem TT oder dem Q3 nutzt das System eine elektrohydraulisch gesteuerte Lamellenkupplung. Unter Normalbedingungen arbeitet das Auto zur Kraftstoffersparnis überwiegend mit Frontantrieb, aber das System kann die Hinterachse innerhalb von Millisekunden zuschalten, sobald ein Haftungsverlust erkannt wird.
Quattro mit ultra-Technologie: Die neueste Generation, die auf maximale Effizienz ausgelegt ist. Dieses prädiktive System analysiert kontinuierlich die Fahrdaten, um den Traktionsbedarf vorherzusehen. Es kann die Hinterachse vollständig abkuppeln, um Reibung und Verbrauch zu reduzieren, und ist gleichzeitig in der Lage, den Allradantrieb proaktiv wieder zu aktivieren, noch bevor der Fahrer einen Haftungsverlust spürt.
Die konkreten Vorteile des Quattro-Antriebs
Die Entscheidung für ein mit Quattro ausgestattetes Modell bietet im Alltag und bei dynamischer Fahrweise spürbare Vorteile.
Maximale Sicherheit: Auf nasser, schneebedeckter oder vereister Fahrbahn sorgt der Quattro für eine deutlich höhere Spurtreue und Traktion. Das Auto neigt beim Beschleunigen weniger zum Ausbrechen und in einer rutschigen Kurve weniger zum Untersteuern (Schieben über die Vorderräder).
Optimierte Leistung: Beim Anfahren wird die Kraft ohne Schlupf auf den Boden übertragen, was kraftvollere Beschleunigungsvorgänge ermöglicht. Am Kurvenausgang erlaubt das System ein früheres und kräftigeres Beschleunigen, indem das Drehmoment an die äußeren Räder übertragen wird, die über mehr Grip verfügen.
Vielseitigkeit: Ob Sie in den Bergen wohnen, winterliche Bedingungen meistern müssen oder einfach das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle schätzen – der Quattro macht das Fahrzeug das ganze Jahr über vielseitiger und gelassener zu fahren.
Quattro im Vergleich zu seinen Wettbewerbern
Der Quattro wird häufig mit konkurrierenden Systemen wie dem 4MATIC von Mercedes-Benz, dem xDrive von BMW oder dem 4MOTION von Volkswagen verglichen. Auch wenn das Endziel dasselbe ist – die Traktion zu verbessern –, können sich die Philosophien und Technologien unterscheiden. Historisch gesehen zeichnete sich Audis Quattro (mit Torsen) durch seinen mechanischen und permanenten Ansatz aus, während andere eher reaktiv ausgelegt waren. Heute, mit der Verbreitung der Elektronik, sind die Systeme bei allen Premium-Herstellern sehr ausgefeilt und leistungsfähig geworden, aber der Quattro behält seine Aura als Pionier und Referenz im Bereich des Allradantriebs.
Kompatible Marken
Finitions équipées
45 finition(s) proposent cet équipement
Audi Audi TT
TT RS (3. Generation - 8S) (2016-2023)
Audi Audi TT
TTS (3. Generation - 8S) (2015-2023)
Audi Audi TT Roadster
TT RS Roadster (8J / 2. Generation) (2010–2014)
Audi Audi TT Roadster
TT RS Roadster (8S / 3. Generation) (2016-2023)
Audi Audi TT Roadster
TTS Roadster (8S / 3. Generation) (2015-2023)
Zugehörige Ausstattung
4MATIC
4MATIC ist die Verkaufsbezeichnung für das von Mercedes-Benz entwickelte Allradsystem. Es wurde entwickelt, um Traktion, Stabilität und Fahrdynamik zu verbessern, und verteilt die Motorleistung auf alle vier Räder des Fahrzeugs. Im Gegensatz zu einem einfachen Heck- oder Frontantrieb sorgt das 4MATIC-System unabhängig von Wetterbedingungen oder Straßenverhältnissen (Regen, Schnee, Glatteis, enge Kurven) stets für optimale Bodenhaftung. Es gibt mehrere Generationen und Varianten des 4MATIC-Systems, die von permanenten Systemen mit fester Drehmomentverteilung (z. B. 45 % vorne und 55 % hinten) bis hin zu voll variablen Systemen reichen, die die Drehmomentverteilung in Echtzeit anpassen und innerhalb von Millisekunden von Frontantrieb auf Allradantrieb umschalten können. Das System arbeitet eng mit anderen Fahrhilfen wie dem ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) und dem ABS zusammen, um maximale Sicherheit und Kontrolle zu gewährleisten. Das moderne 4MATIC-System ist leicht und effizient und darauf ausgelegt, die Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch zu minimieren und gleichzeitig erstklassige Leistung zu bieten.
xDrive
Das xDrive-System ist die vom deutschen Automobilhersteller BMW entwickelte intelligente Allradtechnologie. xDrive wurde entwickelt, um Traktion, Stabilität und Fahrdynamik zu verbessern, und verteilt das Motormoment variabel und proaktiv zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Gegensatz zu vielen Allradsystemen, die sich erst bei Traktionsverlust zuschalten, arbeitet xDrive permanent und antizipiert kritische Situationen. Dank eines Verteilergetriebes mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung kann es die Momentenverteilung innerhalb von Millisekunden anpassen – von einem typischen Heckantrieb über eine 50:50-Verteilung bis hin zu 100 % auf nur eine Achse, falls erforderlich. Das System ist eng mit der Dynamischen Stabilitäts Control (DSC) verknüpft, um kontinuierlich Parameter wie Lenkwinkel, Raddrehzahl und Querbeschleunigung zu analysieren. Diese Integration ermöglicht es xDrive, nicht nur auf glatten Oberflächen wie Schnee oder Regen für optimale Traktion zu sorgen, an sich, sondern auch die Agilität in Kurven zu verbessern, indem Unter- oder Übersteuern aktiv entgegengewirkt wird, wodurch eine perfekte Balance zwischen Sicherheit und Fahrfreude geboten wird.
4Motion
Das 4Motion-System ist die Handelsbezeichnung für die vom Automobilhersteller Volkswagen entwickelte und eingesetzte Allradtechnologie (AWD - All-Wheel Drive). 4Motion wurde entwickelt, um Traktion, Stabilität und Sicherheit zu verbessern, und verteilt das Motordrehmoment je nach Fahrbahnbedingungen aktiv zwischen Vorder- und Hinterachse. Entgegen der weitläufigen Meinung handelt es sich dabei nicht um ein einziges System, sondern um eine Familie von Technologien, die an die jeweilige Fahrzeugarchitektur angepasst sind. Bei Modellen mit Quermotor (wie dem Golf, dem Tiguan oder dem T-Roc) verwendet 4Motion in der Regel eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung des Typs Haldex. Dieses System arbeitet zur Optimierung des Kraftstoffverbrauchs hauptsächlich mit Vorderradantrieb, kann aber nahezu in Echtzeit bis zu 50 % des Drehmoments an die Hinterachse übertragen, sobald ein Traktionsverlust erkannt wird. Bei höherwertigen oder älteren Modellen mit Längsmotor (wie dem Touareg oder dem Amarok) kann das System auf einem Zentraldifferenzial des Typs Torsen basieren, das einen permanenten Allradantrieb mit variabler Drehmomentverteilung bietet. 4Motion ist daher ein wesentlicher Vorteil für das Fahren auf glatten Straßen (Regen, Schnee, Glatteis) sowie zur Verbesserung des Fahrdynamikverhaltens und der Anhängelast.
Torsen-Mitteldifferenzial
Das Torsen-Mitteldifferenzial (ein Akronym für „Torque Sensing“, auf Deutsch etwa „drehmomentfühlig“) ist ein rein mechanisches Bauteil, das in permanenten Allradantriebssystemen eingesetzt wird. Seine Aufgabe ist es, das Motordrehmoment dynamisch und automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse zu verteilen. Im Gegensatz zu elektronisch gesteuerten Lamellenkupplungssystemen arbeitet das Torsen-Differenzial durch eine ausgeklügelte Anordnung von Schnecken- und Planetenrädern. Es erkennt sofort den geringsten Drehzahlunterschied (und damit einen Haftungsverlust) zwischen den beiden Achsen. Wenn eine Achse durchzudrehen beginnt, leitet das Torsen-Differenzial proportional mehr Drehmoment an die Achse mit der besseren Traktion weiter, noch bevor der Fahrer dies bemerkt. Diese proaktive und kontinuierliche Wirkungsweise sorgt unter allen Bedingungen für optimale Traktion, sei es auf glatter Fahrbahn, bei starker Beschleunigung oder in engen Kurven. Das durch den Audi-Quattro-Antrieb berühmt gewordene Torsen-Differenzial steht als Synonym für Leistung, Sicherheit und mechanische Zuverlässigkeit und bietet ein überlegenes Fahrverhalten sowie eine hervorragende Stabilität.
Allradantrieb (AWD)
Der Allradantrieb, auch AWD (All-Wheel Drive) genannt, ist ein ausgeklügeltes Fahrzeugübertragungssystem, das die Motorleistung aktiv und variabel auf alle vier Räder des Fahrzeugs überträgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen 4x4-Systemen (4WD), die oft manuell zuschaltbar und für den Geländeeinsatz konzipiert sind, handelt es sich bei AWD um ein permanentes oder automatisches System, das für den Straßeneinsatz unter allen Bedingungen optimiert ist. Dank eines Netzwerks von Sensoren, die kontinuierlich die Geschwindigkeit jedes einzelnen Rades, den Lenkwinkel und die Beschleunigung analysieren, ermittelt ein elektronisches Steuergerät (ECU) die ideale Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und manchmal sogar zwischen linken und rechten Rädern (Torque Vectoring). Das Ziel ist es, die Traktion zu maximieren, indem die Leistung an die Räder mit dem besten Grip geleitet wird, wodurch ein Durchdrehen der Räder bereits im Ansatz verhindert wird. Dies führt zu einer erhöhten Stabilität in Kurven, zügigeren Beschleunigungen auf glatter Fahrbahn (Regen, Schnee, Eis) und einer allgemeinen Verbesserung der aktiven Sicherheit. Man unterscheidet zwischen permanenten AWD-Systemen, die für maximale Reaktionsfähigkeit ständig alle vier Räder antreiben, und reaktiven Systemen (oder „On-Demand“-Systemen), die überwiegend im Zweiradantrieb arbeiten, um Kraftstoff zu sparen, und die andere Achse nur bei Bedarf zuschalten.