Allradantrieb (AWD)
PerformanceDurchschnittspreis
1500€ - 4000€
Der Allradantrieb, auch AWD (All-Wheel Drive) genannt, ist ein ausgeklügeltes Fahrzeugübertragungssystem, das die Motorleistung aktiv und variabel auf alle vier Räder des Fahrzeugs überträgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen 4x4-Systemen (4WD), die oft manuell zuschaltbar und für den Geländeeinsatz konzipiert sind, handelt es sich bei AWD um ein permanentes oder automatisches System, das für den Straßeneinsatz unter allen Bedingungen optimiert ist. Dank eines Netzwerks von Sensoren, die kontinuierlich die Geschwindigkeit jedes einzelnen Rades, den Lenkwinkel und die Beschleunigung analysieren, ermittelt ein elektronisches Steuergerät (ECU) die ideale Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und manchmal sogar zwischen linken und rechten Rädern (Torque Vectoring). Das Ziel ist es, die Traktion zu maximieren, indem die Leistung an die Räder mit dem besten Grip geleitet wird, wodurch ein Durchdrehen der Räder bereits im Ansatz verhindert wird. Dies führt zu einer erhöhten Stabilität in Kurven, zügigeren Beschleunigungen auf glatter Fahrbahn (Regen, Schnee, Eis) und einer allgemeinen Verbesserung der aktiven Sicherheit. Man unterscheidet zwischen permanenten AWD-Systemen, die für maximale Reaktionsfähigkeit ständig alle vier Räder antreiben, und reaktiven Systemen (oder „On-Demand“-Systemen), die überwiegend im Zweiradantrieb arbeiten, um Kraftstoff zu sparen, und die andere Achse nur bei Bedarf zuschalten.
Vorteile
- ✓Maximale Traktion und Bodenhaftung auf allen Oberflächen (Regen, Schnee, Eis).
- ✓Verbesserte Stabilität und Straßenlage, insbesondere in Kurven.
- ✓Erhöhte aktive Sicherheit durch proaktive Verhinderung des Radschlupfs.
- ✓Bessere Beschleunigungswerte, selbst auf trockener Fahrbahn.
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Was ist der Allradantrieb (AWD)?
Der Allradantrieb, besser bekannt unter dem englischen Kürzel AWD (All-Wheel Drive), ist eine Antriebstechnologie, die es ermöglicht, die Motorleistung auf alle vier Räder eines Fahrzeugs zu verteilen. Sein Hauptziel ist es, Traktion und Stabilität unter allen Bedingungen zu optimieren. Im Gegensatz zu einem Fahrzeug mit Frontantrieb (zwei angetriebene Vorderräder) oder Heckantrieb (zwei angetriebene Hinterräder) kann ein AWD-Modell die Drehmomentverteilung in Echtzeit anpassen, um sicherzustellen, dass die Kraft immer an die Räder mit der besten Bodenhaftung geleitet wird. Dieses intelligente System wird besonders wegen der Sicherheit und des Vertrauens geschätzt, die es auf glatten, nassen oder schneebedeckten Straßen bietet, sowie wegen der Verbesserung der Fahrdynamik auf trockener Fahrbahn.
Wie funktioniert der Allradantrieb?
Das Herzstück eines modernen AWD-Systems ist ein elektronisches Steuergerät (ECU), das als das Gehirn des Vorgangs fungiert. Es sammelt kontinuierlich Informationen von zahlreichen Sensoren: Drehzahl jedes einzelnen Rads, Lenkeinschlag, Gaspedalstellung und Querbeschleunigungskräfte. Durch die Analyse dieser Daten hunderte Male pro Sekunde kann das Steuergerät jeden Haftungsverlust erkennen oder sogar vorhersehen. Wenn ein Durchdrehen der Räder droht, reagiert das System sofort, indem es ein Zentraldifferenzial, eine Lamellenkupplung oder andere Vorrichtungen nutzt, um das Drehmoment von der durchdrehenden Achse auf die Achse mit der besseren Bodenhaftung umzuleiten. Die fortschrittlichsten Systeme, die oft mit der Funktion der Drehmomentverteilung (Torque Vectoring) ausgestattet sind, können sogar die Kraft zwischen dem linken und rechten Rad derselben Achse variieren, um die Agilität in Kurven zu verbessern.
Die verschiedenen Arten von AWD-Systemen
Man unterscheidet im Wesentlichen zwei große Familien von Allradantrieben:
Permanenter Allradantrieb (Full-Time AWD): Wie der Name schon sagt, treibt dieses System alle vier Räder permanent an. Die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse wird ständig angepasst. Dies ist die bevorzugte Technologie von Marken wie Audi mit ihrem berühmten quattro-System (bei zahlreichen Modellen) oder Subaru mit seinem Symmetrical Allradantrieb. Der Vorteil ist ein sofortiges Ansprechverhalten, allerdings erkauft man sich dies mit einem leicht erhöhten Kraftstoffverbrauch.
Reaktiver oder „On-Demand“-Allradantrieb (Part-Time AWD): Dies ist heute aus Effizienzgründen das am weitesten verbreitete System. Das Fahrzeug fährt die meiste Zeit mit Zweiradantrieb (in der Regel Frontantrieb), um Kraftstoff zu sparen. Die zweite Achse wird erst dann zugeschaltet, wenn das System einen Traktionsverlust erkennt. Systeme wie 4MATIC von Mercedes, xDrive von BMW oder 4MOTION von Volkswagen (basierend auf einer Haldex-Kupplung) arbeiten oft nach diesem Prinzip. Die Zuschaltung erfolgt heutzutage so schnell, dass sie für den Fahrer nicht wahrnehmbar ist.
AWD vs. 4WD (4x4): Was ist der Unterschied?
Es kommt häufig vor, dass AWD und 4WD (Four-Wheel Drive) verwechselt werden, aber ihre Konstruktion und ihr Einsatzzweck sind unterschiedlich. Der 4WD oder 4x4 ist ein robusteres System, das in der Regel manuell zugeschaltet wird und für das Überwinden von Hindernissen und den reinen Geländeeinsatz konzipiert ist. Er sperrt oft die Drehmomentverteilung im Verhältnis 50/50 zwischen Vorder- und Hinterachse und verfügt über ein Verteilergetriebe mit einer Untersetzungsstufe, um das Drehmoment bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten zu maximieren. Seine Verwendung auf asphaltierten und trockenen Straßen wird nicht empfohlen, da dies den Antriebstrang beschädigen kann. Der AWD hingegen ist ein automatisiertes und intelligentes System, das auf Leistung und Sicherheit auf der Straße optimiert ist und das Drehmoment kontinuierlich variieren kann. Er ist daher perfekt für den täglichen Gebrauch geeignet, unabhängig von den Wetterbedingungen.
Fazit: Sollte man sich für ein AWD-Fahrzeug entscheiden?
Die Entscheidung für einen Allradantrieb bedeutet einen Aufpreis beim Kauf (in der Regel zwischen 1500 € und 4000 €) und einen leicht erhöhten Kraftstoffverbrauch. Dennoch sind die Vorteile in Bezug auf Sicherheit, Fahrvertrauen und Vielseitigkeit unbestreitbar. Für Fahrer, die in Bergregionen oder in Gebieten leben, die häufig Schnee und Eis ausgesetzt sind, ist der AWD ein großer Vorteil. Er ist auch eine kluge Wahl für Liebhaber einer dynamischen Fahrweise, die die volle Leistung ihres Fahrzeugs sicher nutzen möchten, insbesondere bei leistungsstarken Modellen. Letztendlich verwandelt der Allradantrieb das Fahrerlebnis, indem er eine Gelassenheit und Effizienz bietet, die Fahrzeuge mit Zweiradantrieb bei nachlassenden Bedingungen kaum erreichen können.
Kompatible Marken
Finitions équipées
140 finition(s) proposent cet équipement
Dodge Dodge Durango
SRT (3. Generation) (2018-2020)
Dodge Dodge Journey
R/T AWD (1. Generation) (2010-2012)
Fiat Fiat Freemont
Lounge 4x4 (1. Generation) (2011-2015)
Fiat Fiat Freemont
Urban 4x4 (1. Generation) (2011-2015)
Fiat Fiat Sedici
Emotion 4x4 (einzigartige Generation 2005-2014) (2010-2014)
Fiat Fiat Sedici
Emotion Multijet (einzigartige Generation 2005–2014) (2010–2014)
Ford Ford Bronco
Keine offizielle Ausstattungslinie (Zeitraum 2010-2020) (2010-2020)
Ford Ford Capri
Capri AWD / Dual Motor (Elektro-Generation 1) (2024-2026)
Ford Ford Explorer
Ultra (7. Generation Elektro) (2024-2026)
Ford Ford Mustang
EcoBoost (6. Generation S550) (2015-2023)
Ford Ford Mustang
EcoBoost (7. Generation S650) (2024-2026)
Hyundai Ioniq 5
Ioniq 5 N (1. Generation Facelift) (2025-2026)
Hyundai Ioniq 6
Creative 77 kWh AWD (1. Generation) (2023-2026)
Hyundai Ioniq 6
Executive 77 kWh AWD (1. Generation) (2023-2026)
Hyundai Veloster
Turbo Sport Facelift (1. Generation Phase 2) (2015-2017)
Hyundai ix35
Premium 4x4 (1. Generation) (2010-2015)
Infiniti Infiniti QX30
Premium AWD (1. Generation) (2016-2019)
Infiniti Infiniti QX80
QX56 Basis (vor QX80 / 1. Generation Z62) (2010-2013)
Jaguar Jaguar F-Type
F-Type P450 (2. Generation / Facelift) (2020-2024)
Jaguar Jaguar F-Type
F-Type R (1. Generation) (2014-2019)
Zugehörige Ausstattung
4MATIC
4MATIC ist die Verkaufsbezeichnung für das von Mercedes-Benz entwickelte Allradsystem. Es wurde entwickelt, um Traktion, Stabilität und Fahrdynamik zu verbessern, und verteilt die Motorleistung auf alle vier Räder des Fahrzeugs. Im Gegensatz zu einem einfachen Heck- oder Frontantrieb sorgt das 4MATIC-System unabhängig von Wetterbedingungen oder Straßenverhältnissen (Regen, Schnee, Glatteis, enge Kurven) stets für optimale Bodenhaftung. Es gibt mehrere Generationen und Varianten des 4MATIC-Systems, die von permanenten Systemen mit fester Drehmomentverteilung (z. B. 45 % vorne und 55 % hinten) bis hin zu voll variablen Systemen reichen, die die Drehmomentverteilung in Echtzeit anpassen und innerhalb von Millisekunden von Frontantrieb auf Allradantrieb umschalten können. Das System arbeitet eng mit anderen Fahrhilfen wie dem ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) und dem ABS zusammen, um maximale Sicherheit und Kontrolle zu gewährleisten. Das moderne 4MATIC-System ist leicht und effizient und darauf ausgelegt, die Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch zu minimieren und gleichzeitig erstklassige Leistung zu bieten.
xDrive
Das xDrive-System ist die vom deutschen Automobilhersteller BMW entwickelte intelligente Allradtechnologie. xDrive wurde entwickelt, um Traktion, Stabilität und Fahrdynamik zu verbessern, und verteilt das Motormoment variabel und proaktiv zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Gegensatz zu vielen Allradsystemen, die sich erst bei Traktionsverlust zuschalten, arbeitet xDrive permanent und antizipiert kritische Situationen. Dank eines Verteilergetriebes mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung kann es die Momentenverteilung innerhalb von Millisekunden anpassen – von einem typischen Heckantrieb über eine 50:50-Verteilung bis hin zu 100 % auf nur eine Achse, falls erforderlich. Das System ist eng mit der Dynamischen Stabilitäts Control (DSC) verknüpft, um kontinuierlich Parameter wie Lenkwinkel, Raddrehzahl und Querbeschleunigung zu analysieren. Diese Integration ermöglicht es xDrive, nicht nur auf glatten Oberflächen wie Schnee oder Regen für optimale Traktion zu sorgen, an sich, sondern auch die Agilität in Kurven zu verbessern, indem Unter- oder Übersteuern aktiv entgegengewirkt wird, wodurch eine perfekte Balance zwischen Sicherheit und Fahrfreude geboten wird.
Traktionskontrolle
Die Traktionskontrolle, auch unter den Abkürzungen TCS (Traction Control System) oder ASR (Antriebsschlupfregelung) bekannt, ist ein elektronisches aktives Sicherheitssystem, das entwickelt wurde, um den Verlust der Bodenhaftung der angetriebenen Räder eines Fahrzeugs beim Beschleunigen zu verhindern. Durch die kontinuierliche Überwachung der Drehzahl jedes einzelnen Rades mithilfe der ABS-Sensoren erkennt das System, wenn ein oder mehrere Räder beginnen durchzudrehen, das heißt, sich schneller als die tatsächliche Fahrzeuggeschwindigkeit zu drehen. Wird ein Durchdrehen festgestellt, greift das Steuergerät des Systems innerhalb weniger Millisekunden ein, um die Haftung wiederherzustellen. Dazu kann es auf zwei oft kombinierte Weisen reagieren: entweder durch Reduzierung des an die Räder übertragenen Motormoments (durch Eingriff in die Kraftstoffeinspritzung oder die Zündung) oder durch Ausüben eines leichten Bremsdrucks auf das oder die durchdrehenden Räder. Dieser Prozess ermöglicht es, das Drehmoment auf das Rad mit der besseren Bodenhaftung zu übertragen und eine optimale Traktion zu gewährleisten. Die eng mit dem ESP (Fahrdynamikregelung) verbundene Traktionskontrolle ist heute eine unverzichtbare Serienausstattung, die die Sicherheit und Stabilität des Fahrzeugs erheblich verbessert, insbesondere auf glatten Fahrbahnen bei Regen, Schnee oder Eis.
Quattro
Das Quattro-System ist die Handelsbezeichnung für die Allradtechnologie (AWD), die vom deutschen Automobilhersteller Audi entwickelt wurde. 1980 mit dem legendären Audi Quattro Rallyefahrzeug eingeführt, revolutionierte dieses System den Motorsport und das Fahren auf der Straße, indem es die Vorteile einer auf alle vier Räder verteilten Traktion demonstrierte. Das Grundprinzip des Quattro besteht darin, das Motordrehmoment je nach Bodenhaftung variabel auf die Vorder- und Hinterachse zu verteilen. Dies optimiert Traktion, Stabilität und Sicherheit, egal ob auf trockener, nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Technologie weiterentwickelt – von einem rein mechanischen Mitteldifferenzial (wie dem berühmten Torsen) hin zu reaktionsschnelleren und effizienteren elektrohydraulischen oder voll elektronischen Systemen. Heute bezeichnet der Name Quattro kein einzelnes System mehr, sondern eine Familie von Allradtechnologien, die an die Architektur jedes Audi-Modells angepasst sind, von den Kompaktwagen der A3-Reihe über die A8-Limousinen bis hin zur Q-SUV-Palette und den R8-Sportwagen. Er bleibt ein Symbol für Leistung, Sicherheit und technologische Innovation und steht im Herzen der Markenidentität.
Drehmomentverteiler
Der Drehmomentverteiler, oft unter seiner englischen Bezeichnung „Torque Vectoring“ bekannt, ist ein intelligentes Getriebesystem, das entwickelt wurde, um Fahrdynamik, Agilität und Stabilität eines Fahrzeugs zu verbessern. Im Gegensatz zu einem hergestellten Standarddifferenzial, das das Drehmoment gleichmäßig oder passiv verteilt, kann der Drehmomentverteiler die Antriebskraft aktiv und variabel zwischen den Rädern derselben Achse (links/rechts) oder zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen. Diese Technologie nutzt in der Regel elektronische Kupplungen oder gezielte Bremssysteme (bremsbasiertes Torque Vectoring), um die an jedes Rad gesendete Leistung zu modulieren. Bei Kurvenfahrt kann das System beispielsweise mehr Drehmoment an das äußere Rad senden, was dem Fahrzeug hilft, effizienter einzulenken und dem Untersteuern entgegenzuwirken. Auf Oberflächen mit geringer Haftung kann es die Leistung sofort von dem durchdrehenden Rad auf dasjenige übertragen, das den meisten Grip hat. Ursprünglich Sport- und Luxuswagen vorbehalten, wird der Drehmomentverteiler immer populärer und ist an vielen SUVs und Oberklasse-Limousinen zu finden, wodurch er zu einem Schlüsselelement moderner Allradantriebe für mehr Sicherheit und Fahrspaß wird.