
Feld D.2 der Zulassungsbescheinigung: So identifizieren Sie die Ausstattungslinie Ihres Autos
Das Feld D.2 der Zulassungsbescheinigung enthält einen Typgenehmigungscode, nicht den Namen Ihrer Ausstattungslinie. Was es wirklich aussagt, seine Grenzen und zuverlässige Alternativen.
Wenn man die Ausstattungslinie (Finition) seines Autos sucht, ist der erste Reflex, den Fahrzeugschein (carte grise) zu öffnen. Dort findet man tatsächlich ein mysteriöses Feld, das Feld D.2, das angeblich die „Version“ des Fahrzeugs beschreiben soll. Doch was enthält es wirklich und reicht es aus, um Ihre Ausstattungslinie zu identifizieren? Ein kompletter Überblick mit seinen Grenzen und zuverlässigen Alternativen.
Wo befindet sich das Feld D.2 im Fahrzeugschein?
Auf der französischen Zulassungsbescheinigung (europäisches Format) befindet sich das Feld D.2 im oberen rechten Bereich der Vorderseite, direkt unter dem Feld D.1 (Marke des Fahrzeugs). Es ist Teil des Blocks „D“, der für die Beschreibung des Fahrzeugs reserviert ist:
- D.1: Die Marke (RENAULT, VOLKSWAGEN…)
- D.2: Typ, Variante und Version — in kodierter Form
- D.2.1: Der nationale Code zur Identifizierung des Typs (CNIT), manchmal angegeben
- D.3: Die Handelsbezeichnung des Modells (zum Beispiel „CLIO“)
Was enthält das Feld D.2 wirklich?
Entgegen der gängigen Meinung zeigt das Feld D.2 nicht den Handelsnamen der Ausstattungslinie an (Allure, Business, Intens, GT Line…). Es enthält einen technischen Homologationscode, der bei der europäischen Typgenehmigung des Fahrzeugs vergeben wurde, zum Beispiel 5G0ABC oder VF30ABC12345678.
Dieser Code ermöglicht es Behörden und Automobilprofis, Folgendes herauszufinden:
- die technische Variante des Modells (Karosserie, Motorisierung, Getriebe);
- die entsprechende homologierte Version.
Das ist präzise, aber für eine Privatperson ohne Zugriff auf die Datenbanken der Hersteller oder ein Dekodierungswerkzeug völlig unleserlich.
Reicht das Feld D.2 aus, um die Ausstattungslinie zu kennen?
Nein, in den meisten Fällen nicht. Drei wichtige Einschränkungen:
- Kein Handelsname: Nichts besagt „dieses Auto ist ein 308 Allure“.
- Keine Sonderausstattungen: Ab Werk installierte Optionen (Panoramadach, Winterpaket, Lederpolsterung) tauchen nirgendwo im Fahrzeugschein auf – obwohl sie oft Tausende von Euros an Wert ausmachen.
- Die Zwischenvarianten: Phase 1 und 2 desselben Modells, Sondereditionen, Pakete… sind ohne Dekodierung des Codes unmöglich zu unterscheiden.
Das Feld D.3 (Handelsbezeichnung) hilft ein wenig – es präzisiert manchmal die Variante des Modells –, bleibt aber bezüglich des Ausstattungsniveaus stumm.
Wie geht man über das Feld D.2 hinaus?
Den D.2-Code mit der VIN dekodieren
Feld E des Fahrzeugscheins enthält die VIN (Fahrzeug-Identifizierungsnummer), die eindeutige Nummer des Autos. Diese ermöglicht es in Verbindung mit der Datenbank des Herstellers, die genaue kommerzielle Ausstattungslinie und die Originalausstattung wiederherzustellen. Unser ausführlicher Leitfaden erklärt, wie man die VIN dekodiert, um die genaue Ausstattungslinie des Autos zu finden.
Einen Online-Identifikationsbericht nutzen
Die einfachste Lösung: Geben Sie Ihr Kennzeichen (oder die VIN) auf MecaLife ein. Der Bericht liefert innerhalb weniger Sekunden die genaue Ausstattungslinie, wie sie im Werk registriert wurde, die vollständige Liste der Optionen mit ihrem Neupreis sowie die technischen Eigenschaften – dort, wo der Fahrzeugschein beim Code D.2 stehen bleibt.
Den Hersteller fragen
Ein Autohändler kann die Werksakte des Fahrzeugs anhand der VIN einsehen. Das ist zuverlässig, setzt jedoch einen Weggehend oder eine formelle Anfrage voraus, oft verbunden mit Wartezeiten und gelegentlich auch Kosten.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Feld D.2 obligatorisch?
Ja, es ist auf allen Zulassungsbescheinigungen im europäischen Format enthalten. Bei älteren oder importierten Fahrzeugen kann es jedoch unvollständig ausgefüllt sein.
Was ist der Unterschied zwischen D.2 und D.2.1?
D.2 ist der europäische Typ-/Varianten-/Versionscode. D.2.1 ist der CNIT, der französische nationale Code, der den Fahrzeugtyp in der nationalen Datei identifiziert. Beide bezeichnen dieselbe technische Realität unter zwei verschiedenen Bezugssystemen.
Warum fragt mich meine Versicherung nach der Ausstattungslinie, obwohl ich die Nummer des Fahrzeugscheins angegeben habe?
Weil der Fahrzeugschein für die Tarifierung nicht ausreicht: Die Versicherung benötigt das genaue Ausstattungsniveau, welches den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs beeinflusst. Sie dekodiert den D.2-Code über ihre eigenen Datenbanken selbst – das können Sie mit einem Identifizierungsbericht ebenso tun.
Beeinflusst die Ausstattungslinie den Wiederverkaufswert wirklich?
Ja, erheblich. Bei gleichem Modell und Kilometerstand kann der Unterschied zwischen einer Basisausstattung und einer Top-Ausstattung 10 bis 20 % des Fahrzeugwerts ausmachen, Sonderausstattungen gar nicht eingerechnet.
Zusammenfassung
Das Feld D.2 ist ein nützlicher, aber unzureichender Ausgangspunkt: Es liefert einen technischen Code, nicht Ihre Ausstattungslinie. Um den genauen Handelsnamen und die Liste der Originalausstattungen zu erhalten, muss die VIN dekodiert werden – der schnellste Weg ist ein Identifizierungsbericht nach Kennzeichen auf MecaLife.

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