Seitenairbags
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Inclus
Seitenairbags sind ein unverzichtbares passives Sicherheitssystem im modernen Automobil und gehören zum Supplemental Restraint System (SRS). Ihre Aufgabe ist es, die Insassen bei einem Seitenaufprall zu schützen, der zu den gefährlichsten Situationen gehört. Man unterscheidet zwischen zwei Haupttypen: dem Thoraxairbag, der in der Regel in die Flanke der Rückenlehne integriert ist, und dem Kopfairbag (Vorhangairbag), der im Dachhimmel des Fahrzeugs oberhalb der Fenster untergebracht ist. Bei einem Seitenaufprall senden Drucksensoren und Beschleunigungsmesser Informationen an das Steuergerät (ECU). Innerhalb weniger Millisekunden löst das Steuergerät bei einem als schwer eingestuften Aufprall die Entfaltung aus. Der Thoraxairbag bildet eine Schutzbarriere für Oberkörper, Bauch und Becken. Gleichzeitig oder unabhängig davon entfaltet sich der Kopfairbag wie ein Vorhang entlang der Fenster und schützt den Kopf der vorderen und hinteren Passagiere vor dem Aufprall auf die Scheibe, die Türsäule oder Gegenstände von außen. Diese Technologie hat die Schwere von Kopf- und Brustverletzungen drastisch reduziert und trägt maßgeblich zu guten Noten bei Crashtests, insbesondere denen des Euro NCAP, bei.
Vorteile
- ✓Gezielter Schutz von Brustkorb, Bauch und Becken bei einem Seitenaufprall.
- ✓Drastische Reduzierung des Risikos schwerer Kopfverletzungen durch Aufprall auf Scheiben oder Säulen.
- ✓Schutz der vorderen und hinteren Insassen durch Kopfairbags.
- ✓Wesentlicher Beitrag zum Erreichen einer hohen Sicherheitsbewertung (z. B. 5 Euro NCAP-Sterne).
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Was ist ein Seitenairbag?
Der Seitenairbag ist ein grundlegendes Element der passiven Sicherheit in modernen Fahrzeugen. Er ist in das Supplemental Restraint System (SRS) integriert, zusammen mit Frontairbags und Sicherheitsgurten, und wurde speziell entwickelt, um Verletzungen bei einem Seitenaufprall des Fahrzeugs zu minimieren. Im Gegensatz zu Frontairbags, die bei Frontalkollisionen schützen, bilden Seitenairbags ein schützendes Kissen zwischen den Insassen und der Türstruktur, der Scheibe oder dem kollidierenden Objekt. Ihr ultraschnelles Entfalten ist von entscheidender Bedeutung, da der Knautschzone bei einem Seitenaufprall sehr begrenzt ist.
Die verschiedenen Arten von Seitenairbags
Es gibt hauptsächlich zwei Kategorien von Seitenairbags, die Hand in Hand arbeiten, um einen umfassenden Schutz zu bieten:
- Der Thoraxairbag (oder Becken-Thorax-Airbag): Wie der Name schon sagt, ist er so konzipiert, dass er den Oberkörper schützt. Er ist meistens in den äußeren Teil der Vordersitzlehne integriert. Beim Entfalten positioniert er sich zwischen dem Oberkörper des Insassen und der Tür, absorbiert die Aufprallenergie und schützt so vitale Bereiche wie Brustkorb, Bauch und Becken.
- Der Kopfairbag (oder Vorhang-Airbag): Dieser Airbag entfaltet sich vom Dachhimmel des Fahrzeugs aus entlang der Seitenscheiben. Seine Rolle ist entscheidend, um den Kopf der Insassen, sowohl vorne als auch hinten, vor einem heftigen Kontakt mit der Fensterscheibe oder äußeren Elementen zu schützen. Er bleibt länger aufgeblasen als andere Airbags, um bei Überschlägen einen kontinuierlichen Schutz zu bieten.
Einige neuere Fahrzeuge führen zudem den Mittelairbag ein, der sich zwischen den beiden vorderen Passagieren entfaltet, um zu verhindern, dass sie bei einem Seitenaufprall zusammenstoßen.
Wie funktionieren Seitenairbags?
Die Funktionsweise von Seitenairbags ist ein komplexer und nahezu augenblicklicher Prozess, der in mehreren Schritten abläuft:
- Erkennung: Drucksensoren und Beschleunigungsmesser, die strategisch in den Türen, den B-Säulen und dem Fahrzeugboden platziert sind, erkennen die für einen Seitenaufprall typische Verformung und abrupte Verzögerung.
- Analyse: Die Sensordaten werden in Bruchteilen einer Sekunde an das Airbag-Steuergerät (ECU) übermittelt. Dieser Computer analysiert die Intensität, den Winkel und die Geschwindigkeit des Aufpralls, um festzustellen, ob die Airbags ausgelöst werden müssen.
- Auslösung: Wird die Auslöseschwelle erreicht, sendet das Steuergerät einen elektrischen Strom an den Gasgenerator des betroffenen Airbags. Eine pyrotechnische Reaktion erzeugt daraufhin eine große Menge harmlosen Gases (hauptsächlich Stickstoff), das das Kissen in etwa 15 bis 30 Millisekunden aufbläst.
- Schutz: Der Airbag, der sich vollständig entfaltet hat, noch bevor sich der Körper des Insassen nennenswert bewegen konnte, dämpft den Stoß ab und verteilt die Aufprallkräfte auf eine größere Körperfläche.
Die überragende Bedeutung für die Sicherheit und Euro NCAP-Tests
Seitenkollisionen gehören zu den tödlichsten Unfällen, da die Energieabsorptionszone zwischen dem Insassen und der Außenseite sehr gering ist. Die Einführung von Seitenairbags hat den Insassenschutz in solchen Szenarien revolutioniert. Statistiken zeigen einen Rückgang von über 40 % bei den Todesfällen im Zusammenhang mit Thoraxverletzungen bei Seitenaufprallen in ausgestatteten Fahrzeugen.
Die unabhängige Organisation Euro NCAP misst dem Insassenschutz bei einem Seitenaufprall bei ihren Bewertungen eine entscheidende Bedeutung bei. Diesem sind zwei Tests gewidmet: der Seitenaufprall gegen eine mobile Barriere, die ein anderes Auto simuliert, und der weitaus strengere Pfahlaufpralltest, der einen seitlichen Aufprall an einem Baum oder Pfahl simuliert. Die Wirksamkeit von Thorax- und Kopfairbags wird bei diesen Tests direkt gemessen. Ein Fahrzeug kann ohne hervorragende Leistungen bei diesen Tests nicht die Höchstwertung von 5 Sternen erreichen, was alle Hersteller dazu veranlasst hat, diese Systeme serienmäßig in nahezu all ihre Modelle zu integrieren.
Finitions équipées
123 finition(s) proposent cet équipement
Fiat Fiat Bravo
Attraction (2. Generation) (2010-2012)
Fiat Fiat Croma
Active (2. Generation, Auslaufmodell) (2010-2011)
Fiat Fiat Punto
Pop (Punto) (2012-2015)
Fiat Fiat Qubo
Pop (1. Generation, Facelift Phase 2) (2016-2019)
Fiat Fiat Scudo
Emotion (1. Generation / Scudo II Combi) (2010-2016)
Fiat Fiat Sedici
Attraction 4x4 (Einzige Generation 2005-2014) (2010-2014)
Fiat Fiat Tipo
Tipo / Basis (2. Generation - Phase 2) (2021-2024)
Fiat Fiat Ulysse
Cult (2. Generation / Ulysse II) (2010–2011)
Ford Ford B-Max
Ambiente (1. und einzige Generation) (2012-2015)
Ford Ford Fiesta
Ambiente (6. Generation / Mk6) (2010-2015)
Ford Ford Focus
Ambiente (Mk2 Facelift) (2010-2011)
Ford Ford Galaxy
Ambiente (2. Generation) (2010-2012)
Ford Ford Ka+
Essential (Ka+ 1. Generation) (2016-2019)
Ford Ford Ka+
Essential + Komfort-Paket (Ka+ 1. Generation) (2016-2019)
Ford Ford Ranger
XL (Facelift der Generation T6) (2016-2019)
Ford Ford Tourneo
Ambiente (Tourneo Custom 1. Generation) (2012-2018)
Ford Ford Tourneo Connect
Ambiente (2. Generation) (2013-2018)
Hyundai Accent
Inventive (4. Generation RB) (2011-2013)
Hyundai Accent
Pack (4. Generation RB) (2011-2015)
Hyundai Getz
Comfort ESP (1. Generation) (2010-2011)
Zugehörige Ausstattung
Kopfairbags
Kopfairbags, auch als 'Curtain Airbags' oder Inflatable Tubular Structure (ITS) bekannt, sind unverzichtbare passive Sicherheitseinrichtungen in modernen Fahrzeugen. Sie sind im Dachhimmel (Dachverkleidung) oberhalb der Seitenscheiben integriert und entfalten sich bei einem heftigen Seitenaufprall oder Überschlag vertikal nach unten wie ein Vorhang. Ihr Hauptzweck ist es, den Kopf der Insassen auf den Vorder- und Rücksitzen zu schützen, indem sie ein schützendes Kissen zwischen dem Kopf und den harten Oberflächen des Innenraums wie den Fenstern, den Türsäulen (B-Säule, C-Säule) oder äußeren Gegenständen bilden. Im Gegensatz zu Front- oder Seitenairbags (die den Brustkorb schützen) bleiben Kopfairbags länger aufgeblasen (mehrere Sekunden), um bei Mehrfachkollisionen oder Überschlägen kontinuierlichen Schutz zu bieten und das Herausschleudern von Insassen zu verhindern. Sie werden durch Querbeschleunigungssensoren und Gyroskope ausgelöst, sind fester Bestandteil des Supplemental Restraint System (SRS) und ein wichtiges Kriterium bei Sicherheitstests wie denen von Euro NCAP. Ihr Vorhandensein ist heute bei Neuwagen auf dem französischen Markt praktisch obligatorisch.
ESP
Das ESP, oder Electronic Stability Program (Elektronisches Stabilitätsprogramm), ist ein unverzichtbares aktives Sicherheitssystem in modernen Fahrzeugen, das auch als Fahrdynamikregelung bekannt ist. Seine Hauptaufgabe besteht darin, das Fahrzeug auf dem vom Fahrer gewünschten Kurs zu halten, indem es Haftungsverlust und Schleudern verhindert. Dazu nutzt das ESP eine Reihe von Sensoren (Raddrehzahl, Lenkwinkel, Querbeschleunigung, Gierrate), die kontinuierlich die Übereinstimmung zwischen der vom Fahrer gewünschten Richtung und dem tatsächlichen Verhalten des Autos analysieren. Wird eine Abweichung festgestellt, die den Beginn von Untersteuern (die Vorderachse rutscht weg) oder Übersteuern (die Hinterachse rutscht weg) signalisiert, greift das System innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde ein. Es bremst ein oder mehrere Räder unabhängig voneinander ab und kann zudem die Motorleistung reduzieren, um das Fahrzeug wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Seit 2014 für alle in Europa verkauften Neufahrzeuge vorgeschrieben, ist das ESP ein elektronischer Schutzengel, der die Sicherheit bei Ausweichmanövern in Notsituationen, in engen Kurven oder auf glatter Fahrbahn (Regen, Schnee, Glatteis) erheblich erhöht. Es arbeitet synergetisch mit anderen Assistenzsystemen wie ABS und ASR (Antriebsschlupfregelung) zusammen.
Tür-Seitenaufprallschutz
Seitenaufprallträger, auch bekannt als Türverstärkungen oder Seitenaufprallbalken, sind wesentliche passive Sicherheitselemente, die in die Struktur der Fahrzeugtüren integriert sind. Diese meist rohrförmigen Träger bestehen in der Regel aus hoch- oder höchstfestem Stahl (wie Borstahl) und sind so konstruiert, dass sie die bei einem Seitenaufprall entstehende Energie absorbieren und ableiten. Bei einem Unfall erhöhen sie die Steifigkeit der Tür, verhindern ein übermäßiges Eindringen in den Fahrgastraum und schützen so die Insassen vor Verletzungen. Sie wirken wie ein Schild und leiten einen Teil der Aufprallkräfte auf robustere Bereiche des Fahrgestells, wie die B-Säulen und den Unterboden, ab. Obwohl sie für Fahrer und Passagiere unsichtbar sind, bilden sie eine grundlegende Verteidigungslinie. Sie gehören heute bei nahezu allen Neufahrzeugen zur Standardausstattung und erfüllen immer strengere Sicherheitsnormen, die von Organisationen wie Euro NCAP bewertet werden. Sie arbeiten synergetisch mit anderen Sicherheitseinrichtungen, insbesondere den Seitenairbags, zusammen, um einen maximalen Schutz zu bieten.
ISOFIX-Halterungen
Das ISOFIX-Befestigungssystem (International Standards Organisation FIX) ist ein internationaler Standard (ISO 13216), der die Kindersicherheit im Auto revolutioniert hat. Es wurde entwickelt, um den Einbau von Kindersitzen zu normieren und zu vereinfachen, wodurch die häufigen Risiken einer fehlerhaften Montage bei Verwendung des Sicherheitsgurts eliminiert werden. Das Prinzip ist einfach und robust: Zwei Metallösen sind fest mit der Fahrzeugstruktur verankert, in der Regel zwischen Sitzfläche und Rückenlehne der Rücksitze. Der kompatible Kindersitz verfügt über zwei starre Rastarme, die in diese Verankerungspunkte einrasten. Ein hörbares Klickgeräusch und eine visuelle Anzeige (die von Rot auf Grün wechselt) bestätigen, dass die Installation korrekt und sicher ist. Um den Rotationskräften bei einem Aufprall entgegenzuwirken, ist ein dritter Verankerungspunkt unerlässlich. Dabei kann es sich um einen oberen Haltegurt, den „Top Tether“, der hinter dem Sitz befestigt wird, oder um einen Stützfuss handeln, der sich am Fahrzeugboden abstützt. Indem der Kindersitz fest mit der Karosserie verbunden wird, garantiert ISOFIX eine stabile und starre Verbindung, wodurch die Kopf- und Körperbewegungen des Kindes bei einem Unfall erheblich reduziert werden und ein optimales Schutzniveau geboten wird. Seit 2011 müssen alle Neufahrzeuge in Europa mit diesen Verankerungspunkten ausgestattet sein.
Zentraler Airbag
Der zentrale Airbag, auch bekannt als Far-Side-Airbag, ist eine bedeutende Innovation im Bereich der passiven Fahrzeugsicherheit. Er ist in der Regel an der Innenseite des Fahrersitzes oder in der Mittelkonsole positioniert und entfaltet sich bei einer Kollision zwischen den beiden vorderen Insassen. Sein Hauptzweck ist es zu verhindern, dass Fahrer und Beifahrer heftig aufeinanderprallen, insbesondere im Kopf- und Brustbereich bei einem Seitenaufprall. Diese technologie ist besonders wirksam bei Seitenaufprallszenarien auf der dem Insassen gegenüberliegenden Seite (sogenannte „Far-Side Impacts“), bei denen der Körper stark durch den Innenraum geschleudert werden kann. Durch die Schaffung einer weichen Schutzbarriere begrenzt der zentrale Airbag die seitlichen Bewegungen der Insassen und verringert so das Risiko schwerer Kopf- und Thoraxverletzungen. Seine Einführung wurde maßgeblich durch verschärfte Sicherheitstestprotokolle wie die von Euro NCAP vorangetrieben, die nun auch die Interaktion zwischen den Insassen bei einem Unfall bewerten. Er ist zunehmend in Neufahrzeugen zu finden und ergänzt die Wirkung von Front-, Seiten- und Kopfairbags, um einen 360-Grad-Schutz zu bieten.