48V-Mild-Hybrid
TechnologieDurchschnittspreis
1000€ - 2500€
Die 48V-Mild-Hybrid-Technologie, auch bekannt als Leicht-Hybridisierung oder MHEV (Mild Hybrid Electric Vehicle), ist eine clevere Lösung zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen von Verbrennungsmotoren (Benzin oder Diesel). Im Gegensatz zu einem klassischen Vollhybrid (Full Hybrid) kann ein Mild-Hybrid-Modell nicht rein elektrisch fahren. Das Prinzip basiert auf der Unterstützung des Verbrennungsmotors durch einen kleinen Elektromotor, in der Regel einen 48-Volt-Riemenstartergenerator. Dieser wird von einer kleinen Lithium-Ionen-Batterie gespeist, die sich während der Verzögerungs- und Bremsphasen über das regenerative Bremssystem automatisch auflädt. Der Elektromotor greift in entscheidenden Momenten ein: Er liefert zusätzliches Drehmoment beim Anfahren und Beschleunigen, um den Verbrennungsmotor zu entlasten und so dessen Beanspruchung und Verbrauch zu reduzieren. Zudem ermöglicht er eine flüssigere, schnellere und über einen größeren Geschwindigkeitsbereich funktionierende Start-Stopp-Automatik, die den Motor bereits vor dem vollständigen Stillstand des Fahrzeugs abschaltet, um die Einsparungen zu maximieren. Diese Technologie stellt einen hervorragenden Kompromiss zwischen Leistung, Energieeffizienz und Herstellungskosten dar und ist daher für eine breite Palette von Fahrzeugen verfügbar.
Vorteile
- ✓Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen (um bis zu 15 %).
- ✓Verbesserung des Fahrkomforts durch sanftere Startvorgänge und direktere Beschleunigung.
- ✓Schnellerer, unauffälligerer und erweiterter Betrieb des Start-Stopp-Systems.
- ✓Keinerlei Ladeaufwand, die Batterie lädt sich während der Fahrt selbst auf.
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Die 48V-Mild-Hybrid-Technologie, auch bekannt als Leicht hybridisierung, hat sich als unverzichtbare Lösung für Automobilhersteller etabliert, die die Effizienz ihrer Verbrennungsmotoren optimieren wollen. Sie ist einfacher und kostengünstiger als ein Vollhybrid-System und bietet signifikante Vorteile beim Kraftstoffverbrauch und Fahrkomfort. Eine Analyse dieses intelligenten Systems, das heute in immer mehr Neufahrzeugen verbaut wird.
Wie funktioniert ein 48V-Mild-Hybrid-System?
Das Herzstück der MHEV-Technologie ist die Kombination des Hauptverbrennungsmotors (Benzin oder Diesel) mit einem sekundären 48-Volt-Bordnetz. Dieses System besteht aus drei Schlüsselelementen:
- Der Riemen-Starter-Generator (RSG): Dieses zentrale Bauteil ersetzt die herkömmliche Lichtmaschine und den Anlasser. Es ist über einen Riemen mit dem Motor verbunden und hat eine Doppelfunktion: Es startet den Verbrennungsmotor nahezu verzögerungsfrei und ruckfrei und unterstützt den Motor durch Bereitstellung zusätzlichen Drehmoments in Beschleunigungsphasen.
- Die 48V-Batterie: Hierbei handelt es sich um eine kleine Lithium-Ionen-Batterie, die deutlich kompakter ist als die eines Hybrid- oder Elektrofahrzeugs. Ihre einzige Funktion besteht darin, die beim Bremsen und im Schiebebetrieb Rückgewonnene Energie zu speichern, um den Riemen-Starter-Generator zu versorgen.
- Der DC/DC-Wandler: Dieser Spannungswandler stellt die Verbindung her zwischen dem 48V-Netz und dem herkömmlichen 12V-Bordnetz, das weiterhin die klassischen Verbraucher des Fahrzeugs (Scheinwerfer, Infotainment usw.) mit Strom versorgt.
In der Praxis kehrt der Riemen-Starter-Generator bei Verzögerung oder Bremsvorgängen seine Funktionsweise um und arbeitet als Generator. Er wandelt die kinetische Energie des Fahrzeugs (die früher als Wärme verloren ging) in elektrische Energie um, um die 48V-Batterie aufzuladen. Das ist das Prinzip der rekuperativen Bremse (Rekuperation). Diese Energie wird anschließend genutzt, um den Motor bei niedrigen Drehzahlen zu unterstützen, wodurch die Kraftstoffmenge reduziert wird, die zum Anfahren oder Beschleunigen des Fahrzeugs erforderlich ist.
Was sind die konkreten Vorteile der Mild-Hybridisierung?
Die Integration eines 48V-Mild-Hybrid-Systems bringt für den Fahrer mehrere spürbare Vorteile:
- Kraftstoffeinsparungen: Durch die Entlastung des Verbrennungsmotors ermöglicht das MHEV-System eine Senkung des Verbrauchs um bis zu 10 bis 15 % im Stadtverkehr, wo Stopp-und-Start-Phasen häufig sind.
- Verbesserter Fahrkomfort: Das sofort verfügbare zusätzliche elektrische Drehmoment kaschiert das „Turbo-Loch“ im unteren Drehzahlbereich und sorgt für lineareres und reaktionsschnelleres Beschleunigen. Zudem erfolgt der Neustart über das erweiterte Start-Stopp-System wesentlich schneller und unauffälliger als mit einem herkömmlichen 12V-Anlasser.
- Segelmodus (Freilauf): Bei einigen Modellen kann das System den Verbrennungsmotor komplett abschalten, wenn das Fahrzeug mit konstanter Geschwindigkeit rollt (z. B. auf der Autobahn), während die Lenk- und Bremsunterstützung aufrechterhalten bleibt. Das Fahrzeug rollt aus und verbraucht über mehrere Hundert Meter hinweg keinen einzigen Tropfen Kraftstoff.
- Einfachheit und Transparenz: Für den Fahrer läuft alles automatisch ab. Es muss kein Stecker eingesteckt werden, die Batterie verwaltet sich selbst. Das Fahrverhalten ist identisch mit dem eines klassischen Verbrennungsfahrzeugs, jedoch geschmeidiger und sparsamer.
Mild-Hybrid vs. Vollhybrid: Wo liegen die Unterschiede?
Es ist entscheidend, Mild-Hybrid (MHEV) und Vollhybrid (HEV), wie ihn beispielsweise Toyota populär gemacht hat, nicht zu verwechseln. Der fundamentale Unterschied liegt in der Fähigkeit, rein elektrisch zu fahren. Ein Vollhybridfahrzeug verfügt über einen leistungsstärkeren Elektromotor und eine Batterie mit größerer Kapazität, wodurch es kurze Strecken (in der Regel 1 bis 3 km) zurücklegen kann, ohne dass der Verbrennungsmotor gestartet wird. Ein Mild-Hybridfahrzeug hingegen kann sich nicht allein durch seinen Elektromotor fortbewegen; dieser unterstützt lediglich den Verbrennungsmotor. Folglich ist die Mild-Hybridisierung weniger komplex, leichter und in der Produktion günstiger, was ihre breite Verbreitung in allen Marktsegmenten erklärt.
Finitions équipées
95 finition(s) proposent cet équipement
Jaguar Jaguar E-Pace
R-Dynamic HSE P300e (2. Generation Hybrid) (2021-2026)
Jeep Jeep Avenger
Altitude e-Hybrid (1. Generation) (2024-2026)
Kia Stinger
GT Line ISG (Phase 2) (2021-2023)
Lexus Lexus LBX
Emotion Direct4 (1. Generation) (2024-2026)
Lexus Lexus LBX
LBX (1. Generation) (2023-2026)
Lexus Lexus LS
LS 600h (4. Generation XF40) (2010-2017)
Mazda Mazda CX-60
Diesel Exclusive-Line (1. Generation) (2023-2026)
Mazda Mazda CX-60
PHEV Exclusive-Line (1. Generation) (2022-2026)
Mazda Mazda CX-60
PHEV Takumi (1. Generation) (2022-2026)
Mazda Mazda CX-80
PHEV Homura (1. Generation) (2024-2026)
Mazda Mazda3
IPM / Modellpflege Exclusive-Line und Homura (Mazda3 BP Facelift) (2023-2026)
Mercedes-Benz Mercedes AMG GT
AMG GT 43 (2. Generation) (2024-2026)
Mercedes-Benz Mercedes CLS
CLS 53 4MATIC+ AMG (Generation C257) (2018-2023)
Mercedes-Benz Mercedes GLA
GLA 250 e AMG Line (2. Generation H247 Plug-in-Hybrid) (2020-2026)
Mercedes-Benz Mercedes GLC
Mercedes-AMG GLC 43 4MATIC (2. Generation X254) (2023-2026)
Mercedes-Benz Mercedes SL
Mercedes-AMG SL 43 (R232) (2022-2026)
Mercedes-Benz Mercedes SL
Mercedes-AMG SL 63 S E Performance (R232) (2023-2026)
Mercedes-Benz Mercedes-Benz GL
Mercedes-AMG GLS 63 (X167) (2020–2026)
Mercedes-Benz Mercedes-Benz T-Klasse
EQT Progressive (1. elektrische Generation) (2023-2026)
Mini Mini Convertible
Cooper C / Cooper S C Cabrio (neue Generation F67 – Übergang 2024-2026) (2025-2026)
Zugehörige Ausstattung
Dieselmotor
Der Dieselmotor, benannt nach seinem Erfinder Rudolf Diesel, ist ein Verbrennungsmotor, dessen Funktionsprinzip auf der Selbstzündung des Kraftstoffs beruht. Im Gegensatz zum Ottomotor, der eine Zündkerze benötigt, verdichtet der Dieselmotor ausschließlich Luft mit einem sehr hohen Druck (zwischen 30 und 55 bar), wodurch seine Temperatur auf 700-900 °C steigt. Anschließend wird Dieselkraftstoff in den Brennraum eingespritzt und feineingespritzt, wo er sich bei Kontakt mit der überhitzten Luft spontan entzündet. Diese schnelle Verbrennung erzeugt einen starken Druck auf den Kolben und generiert so die Antriebskraft. Der für sein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und seinen geringen Kraftstoffverbrauch bekannte Dieselmotor war lange Zeit die bevorzugte Wahl für Vielfahrer und Nutzfahrzeuge. Moderne Technologien wie die Common-Rail-Direkteinspritzung, der Turbolader und Abgasnachbehandlungssysteme (Partikelfilter, SCR mit AdBlue) haben seine Leistung und ihren Wirkungsgrad erheblich verbessert und die Schadstoffemissionen reduziert, was ihn komplexer, aber auch sauberer als je zuvor macht.
Ottomotor
Der Ottomotor, auch als Fremdzünder bekannt, ist eine Art Verbrennungsmotor, der seit über einem Jahrhundert das Herzstück der Mehrheit aller Leichtfahrzeuge bildet. Sein Funktionsprinzip basiert auf dem Viertakt-Kreisprozess: Ansaugen, Verdichten, Verbrennen-Arbeiten (Expansion) und Ausstoßen. Während dieses Zyklus wird ein Gemisch aus Luft und Kraftstoff (Benzin) in einen Zylinder angesaugt, durch einen Kolben verdichtet und anschließend durch einen elektrischen Funken gezündet, der von einer Zündkerze erzeugt wird. Die daraus resultierende Explosion drückt den Kolben zurück und erzeugt die mechanische Energie, die erforderlich ist, um das Fahrzeug zu bewegen. Moderne Ottomotoren haben sich erheblich weiterentwickelt und integrieren fortschrittliche Technologien wie Direkteinspritzung, Turbolader (Downsizing) oder auch die Mikro- bzw. Mild-Hybridisierung. Diese Innovationen zielen darauf ab, den Wirkungsgrad zu verbessern, die Leistung zu steigern sowie den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen zu senken. Der wegen seiner Flexibilität, seines Ansprechverhaltens und seiner schnellen Drehfreude geschätzte Ottomotor bietet einen hohen Fahrkomfort, der sich besonders für eine dynamische Fahrweise und Kurzstrecken im Stadtverkehr eignet.
Verstärktes Stop-&'-Start-System
Das verstärkte Stop-&-Start-System ist eine technologische Weiterentwicklung des herkömmlichen Stop-&-Start-Systems, die darauf ausgelegt ist, den Kraftstoffverbrauch weiter zu optimieren und den Fahrkomfort zu verbessern. Im Gegensatz zur klassischen Version, die den Motor lediglich bei völligem Stillstand des Fahrzeugs abschaltet, integriert die verstärkte Version robustere Komponenten und eine überlegenere Steuerungselektronik. Sie stützt sich in der Regel auf einen Startergenerator (oft mit 48V in Mild-Hybrid-Systemen) und eine Batterie mit fortschrittlicher Technologie (AGM oder EFB), die deutlich häufigere und intensivere Lade- und Entladezyklen bewältigen kann. Diese Konfiguration ermöglicht nicht nur nahezu unverzögerte, leiserte und vibrationsärmere Neustarts, sondern verlängert auch die Motorabschaltphasen. Beispielsweise kann der Motor bereits während der Verzögerungsphase des Fahrzeugs vor dem vollständigen Stillstand abgeschaltet werden (Segelfunktion bzw. 'Sailing'). Diese Technologie ist eine Säule der Mikro-Hybridisierung und trägt maßgeblich zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei, indem sie die Zeit maximiert, in der der Verbrennungsmotor während ungenutzter Fahrphasen ausgeschaltet ist.
Hybridmotor
Ein Hybridmotor ist ein Antriebssystem, das zwei verschiedene Energiequellen zur Fortbewegung eines Fahrzeugs kombiniert: einen Verbrennungsmotor (in der Regel einen Benzinmotor, seltener einen Dieselmotor) und einen oder mehrere Elektromotoren. Das Herzstück dieser Technologie liegt in der intelligenten Steuerung dieser beiden Einheiten, die von einem Bordcomputer koordiniert wird. Das Hauptziel besteht darin, den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen zu senken, indem der Einsatz der jeweiligen Motoren je nach Fahrbedingungen optimiert wird. Der Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor in Beschleunigungsphasen, kann das Fahrzeug bei niedrigen Geschwindigkeiten alleine antreiben und gewinnt in Verzögerungs- und Bremsphasen kinetische Energie zurück (Rekonstruktion bzw. regenerative Bremse), um die Batterie zu laden. Diese Synergie sorgt nicht nur für eine höhere Energieeffizienz, sondern dank des leisen Betriebs im Elektromodus und des sofort anliegenden Drehmoments des Elektromotors auch für einen gesteigerten Fahrkomfort. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Hybridisierungsgraden, vom Mild-Hybrid bis zum Plug-in-Hybrid, die jeweils unterschiedliche elektrische Reichweiten bieten.
Rekuperatives Bremsen
Das rekuperative Bremsen ist eine Schlüsseltechnologie bei Elektrofahrzeugen (EV) und Hybridfahrzeugen (HEV/PHEV), die es ermöglicht, die kinetische Energie des Fahrzeugs während der Verzögerungs- oder Bremsphasen in elektrische Energie umzuwandeln. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Bremssystem, das diese Energie durch Reibung als Wärme ableitet, nutzt das rekuperative Bremsen den Elektromotor als Generator. Wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt oder das Bremspedal drückt, treibt die Trägheit der Räder den Elektromotor an, der daraufhin Strom erzeugt. Diese Energie wird anschließend in der Fahrzeugbatterie gespeichert. Dieser intelligente Prozess verlangsamt das Auto nicht nur effizient, sondern trägt auch dazu bei, die Batterie wieder aufzuladen, wodurch die Gesamtreichweite des Fahrzeugs erhöht wird. Viele Modelle ermöglichen es dem Fahrer, die Intensität der Rekuperation einzustellen, was ein Fahrgefühl bietet, das vom Segeln (ähnlich wie bei einem Verbrennungsmotor im Leerlauf) bis zum sogenannten „One-Pedal-Driving“ reicht, bei dem allein das Loslassen des Gaspedals ausreicht, um das Fahrzeug stark abzuhalzen, was das Fahren in der Stadt besonders flüssig und sparsam macht.